Mittwoch, 7. Januar 2015

Me Made Mittwoch # 57: Lieblingskleider

Herzlich Willkommen heute beim ersten MMM in diesem neuen Jahr 2015!

Das Lieblingskleid 2014 kann heute gezeigt werden - schwer fällt mir das, da ich letztes Jahr einige Favoriten hatte und das Jahr (nicht nur) kleidungstechnisch halbiert war in die Zeit mit Bauch und die Zeit ohne Bauch...

In der Schwangerschaft war eindeutig mein gelbes Komma-Kleid neben den anderen Washi-Dresses, die ich genäht habe (5 Stück insgesamt...) das am häufigsten getragene Kleidungsstück. Den Schnitt fand ich großartig - schnell zu nähen, bequem, gut angezogen. Ich habe vor, die Kleider nächsten Sommer abzuändern, um sie auch ohne Bauch tragen zu können - mal sehen, ob das klappt...




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Nach der Schwangerschaft mauserte sich mein Schokoladen-Kleid zum absoluten Alltagsliebling. Das hätte ich gar nicht gedacht, aber seit ich wieder einigermaßen in meine alten Sachen reinpasse, ziehe ich dieses Kleid am häufigsten aus dem Schrank. Es ist stilltauglich, bequem und trotzdem schick, knittert nur mäßig und besteht auch richtige Härtetests:

Schlittschuhlaufen! 
Ich war schon ewig und drei Tage nicht mehr und alles fühlte sich zunächst sehr wackelig an. Wir waren auf einer kleinen Eisbahn mit ganz nostalgischer Musik und auch ein paar nostalgischen Leuten, also älteren Damen und Herren, die meist paarweise über das Eis schwebten und kaum Notiz nahmen von Banausen wie mir oder flitzenden Kinderchen. Schön waren sie anzuschauen und irgendwie berührend, 
wie sie da so ganz für sich inmitten des Trubels ihre eleganten Kreise zogen.
Über das Kleid habe ich damals schon geschrieben.

Viele weitere Lieblingskleider aus dem Jahre 2014 gibt es heute auf dem wunderbaren MMM-Blog zu bestaunen - ich freu' mich, dass der mittwöchliche Reigen wieder losgeht!

Tschüss, bis bald!
Stefanie

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Kurz vor Schluss...

...wünsche ich Euch zwischen Plätzchen, Familienbesuchen, Geschenkpapierbergen, Weihnachtsbraten, Tannenbäumen, roten Kinderbäckchen, Glückwunschkärtchen, Schneeverwehungen,
zugefrorenen Autotüren und Marzipanschweinchen:

Ein großartiges, schönes, gesundes, glückliches, erfolgreiches, inspiriertes, zufriedenes und ideenreiches neues Jahr 2015!

Schön, dass Ihr hier mitlest, kommentiert, dabei seid - ohne Euch wäre mein kleiner Blog eine ziemlich traurige Angelegenheit...
Bis bald im neuen Jahr!
Eure
Stefanie

Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA 2014: Finale!

Ein wunderschöner Sonntag ist das heute bei uns: Frühlingshaft warm, blauer Himmel mit Schäfchenwolken und föniger, lauwarmer Wind.
Na, nur die weihnachtliche Stimmung will trotz der kiloweise gebackenen und verdrückten Plätzchen so irgendwie nicht aufkommen....

Egal, da heute das Finale des diesjährigen WKSA auf dem MMM-Blog stattfindet, habe ich mein Weihnachtskleid trotzdem angezogen:


Das Kleid ist eigentlich schon seit 2 Wochen fertig, es fehlte nur noch der Saum. Irgendwie hatte ich erst gestern Nacht Lust dazu. Komisch, so kurz vor dem Ziel verlässt mich sonst eigentlich nicht die Nählust...

Hier die Seitenansicht mit furchtbar krumpeligen Ärmeln, die sich nicht besser einsetzen ließen und jetzt mit den Falten leben müssen. Und die Rückenansicht mit Raffung mittels Gummiband (an die Nahtzugabe genäht) zwischen den beiden rückwärtigen Abnähern, die ich gestern noch hinzugefügt habe. Das Rückenteil ist für meine Verhältnisse sehr weit geschnitten und sah ziemlich sackig aus. Enger wollte ich es aber nicht nähen, da ich dann einen Reißverschluss gebraucht hätte. So ist es ein Kompromiss, der mir gut gefällt und an Heiligabend sicher auch praktisch ist - es passt eine Menge Essen rein :-)
Die Rückseite der Taschenklappen ist mit japanischem Koi-Stoff gefüttert und den Saum habe ich von Hand genäht, damit sich der geschwungene Saum auch ja nicht wellt. Damit die Stiche immer im gleichen Abstand genäht werden, habe ich mir Strichlein auf den Daumen gemalt - eine geniale Idee, die ich (wenn ich mir richtig erinnere) mal bei Andrea entdeckte!

Das Kleid gefällt mir gut, vor allem der geschwungene Saum hat etwas sehr Elegantes und das Mantelartige der Rückansicht ist auch sehr schön. Das Vorderteil passt nach einigen Änderungen sehr gut, der Kragen legt sich schön (ich denke, dass er das nur tut, wenn das Oberteil wirklich gut passt, sonst würde er dauernd abstehen und sich verziehen) und der tiefe Ausschnitt ist mal etwas anderes. Einzig die Ärmelausschnitte sind etwas zu weit, so dass ich die Arme nicht wirklich weit nach oben nehmen kann. Macht aber nichts: Zum Bauschmücken wird es gehen, da unsere Tanne nicht so hoch sein wird :-)
Mal sehen, ob das Kleid den Sprung in den Alltag schafft, dann mal mit einem schwarz-weiß-geringelten Shirt drunter in Anlehnung an Lucy, bei der ich den Schnitt zum ersten mal sah.


Und jetzt bin ich sehr gespannt auf die anderen Weihnachtskleid-Näherinnen, die sich ab heute auf dem MMM-Blog sammeln - angeführt von Dodo und Frau Kirsche in zwei unglaublich schönen Kleidern! Vielen herzlichen Dank an Euch beide, dass Ihr uns mitgenommen habt auf die diesjährige Weihnachtskleidernäh-Reise...

Falls wir uns vorher nicht mehr lesen, wünsche ich Euch allen jetzt schon wunderschöne Feiertage mit viel Ruhe, Erholung und Muße!

Liebe Grüße,
Stefanie

Freitag, 19. Dezember 2014

Neues aus der Kindergeschenkehölle...

Weihnachten naht und damit auch die Frage nach schönen, kindgerechten Geschenken für die Kleinen in unserer Familie.

Und da bin auch ich mal wieder in die Vorhölle der Spielwaren- und Kinderbuch-Industrie hinabgestiegen. Habt Ihr schon gehört, was man sich an der Kinderbuchfront ausgedacht hat?
Eltern müssen fortan nicht mehr mit Ihren Kindern beim Vorlesen reden, ja, sie müssen Ihnen überhaupt nicht mehr Vorlesen. Müssen Bilder in Büchern nicht mehr erklären, müssen sich keine kleinen Geschichten mehr dazu ausdenken, nicht mehr gemeinsam mit Kindern nachdenken über Vorgelesenes oder Gesehenes. Keine Fragen beantworten, die auftauchen, keinen Ideen nachgehen, die den Kindern beim Vorlesen einfallen. Die lieben Kleinen können ihren Wissensdurst und ihren Hunger nach "emotionalem Eintauchen in die Erlebniswelt" (Zitat hier im Video bei Minute 1:20) gefälligst auch alleine stillen.

Die Firma mit der blauen Ecke hatte da nämlich so eine ganz tolle Idee: Kinder können das fortan alles selbst und allein. Und die Eltern können sich jetzt endlich auch einmal eine Pause gönnen. Vielleicht ein bisschen auf ihrem neuesten Tablet rumspielen und sich erholen vom Shoppingmarathon der letzten Wochen. Ganz ohne quälende Kinderfragen, die unsäglichen Bitten, dieses oder jenes noch mal zu lesen oder zu erklären.
Ist doch großartig!

Und wie funktioniert's?
Mama und Papa oder Oma und Opa oder wer auch immer des Vorlesens mächtig ist werden nicht mehr gebraucht, die sind nämlich ersetzt.

Durch einen... äh, ja...durch einen Stift.
Einen blöden, billigen*, noch nicht mal hübsch anzusehenden, immer verfügbaren, auf Knopfdruck pseudo-pädagogischen Mist quasselnden Plastikstift.

Mal ehrlich, liebe Ravensburger: Ich bin mit euren Spielsachen, Puzzles, Büchern groß geworden und finde vieles toll. Aber diese Idee, die ist, entschuldigung, einfach nur krank.

In diesem Sinne:
Bitte, bitte schenkt Euren Kinder Bücher, die man selbst lesen und angucken muss. Die ein echter Mensch vorlesen muss. Ohne einen sprechenden Stift, der noch nicht mal eine schöne Stimme hat. Und wenn das ein Problem ist, dann schenkt gleich einen Gutschein für Vorlese-Zeit dazu. Das ist nämlich ohnehin das Beste, was man schenken kann. Zeit für seine Kinder.


Liebe Grüße,
Stefanie

* billig nicht im tatsächlichen Sinne: Das Ding kostet, meine ich, 39,99 Euro

Mittwoch, 10. Dezember 2014

MMM # 56: Tulpenrock (Burda 7494) und Weste (Burda 2/2008, 116)

Guten morgen an diesem winterlich kalten adventlichen MeMadeMittwoch,

nachdem ich das vor zwei Wochen gezeigte Kostüm sehr gerne anziehe, musste noch ein zweites her.
Hier ganz kasperig kombiniert mit senfgelb (oder wie war das: "Gelb und Blau trägt des Kasperls Frau"?)





Die Weste ist das Probemodell für die schon gezeigte braune Variante (*hier*) und daher nicht gefüttert, da ich nur eben schnell mal die Passform sehen wollte.
Im Nachhinein schade, da mir das Ergebnis sehr gut gefällt -vielleicht nähe ich nachträglich noch ein Futter ein, das trägt sich einfach besser...

Der Rock ist eigentlich das Rockteil von einem Kleid, das ich 2013 im Rahmen des Kostüm Sew Alongs gleich zweimal genäht habe, vor allem weil mir die Rockform so gut gefiel. Schon damals hatte ich vor, den Rock einmal solo ohne das Oberteil zu nähen - eccola!


Herr A. hat ganz geduldig zwischen zwei Blechen Lebkuchen die Fotos gemacht und meine Mama die Lampe hochgehoben, damit man bei diesem dezemberlichen Funzellicht auf den Fotos wenigstens ein bißchen was sehen kann :-)





 ...Allerdings funktioniert der Rockschnitt besser bei leicht fallenden Stoffen. Bei dieser Variante aus eher etwas sperrigem Cord bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Falten und die Tulpenform mag, da die Silhouette je nach Blickwinkel etwas merkwürdig ausschaut:






Hier noch die Seiten- und Rückansicht (mit authentischen Knitterfalten):

Der Rock hat einen seitlichen Reißverschluss und ein Futter in Bordeaux und Knöpfe, die ich wunderschön passend finde (hach, wie viel doch die richtigen Knöpfe ausmachen können):

 
Schnitte: Weste Burda 2/2018, Modell 116; Rock vom Kleiderschnitt Burda 7494
Stoff: Vom Stoffmarkt vor drei Jahren (!). Zu Hause gefiel mir der Cord mit blau-schwarzen Streifen überhaupt nicht mehr und er lag daher lang verschmäht im Regal. Doch wie es so ist: Als Probeteil genäht, gefällt mir die Weste mittlerweile sehr gut aus dem Stoff.
Modifikationen: Für die Weste siehe hier, der Rock ist sehr simpel ohne Bund, mit seitlichem Reißverschluss und gefüttert (nach dieser Methode - ich muss JEDES MAL nachschauen, wie das noch gleich war mit dem Reißverschluss...).
Fazit, bzw. eher eine Frage in die große Runde der MeMadeMittwochsgemeinde: Soll ich den Rock nochmal verändern und die vorderen Falten rausnehmen oder abmildern??? Oder geht das so?
 
Liebe Grüße und bis bald,
Stefanie